aka “Das Geheimnis ihres Todes”, so der deutsche titel dieses films von Sophia Coppola. James Woods, Kathleen Turner, eine sehr junge Kirsten Dunst.
ich hab ihn mir jetzt zum zweiten mal auf arte angesehen, weil ich ihn beim ersten mal (da war er aber auch schon halb angebrochen) nicht verstanden habe. nun hab ich ihn immer noch nicht verstanden. laut arte (ich kann dorthin wegen flash nicht direkt verlinken) ein “Subtiles Melodrama von Sofia Coppola über pubertäre Gefühlsnöte und religiöse Verwirrungen.” wobei aber für mich stimmt, daß “dessen untergründige Spannung noch nach Ende des Films nachwirkt. Stilsicher zwischen Thriller, Mysterienspiel, Tragödie und Komödie changierend, verdichtet die Regisseurin Eindrücke aus dem kleinbürgerlichen Leben in der Vorstadt zu einem hypnotischen Stimmungsbild.” changierend und untergründig, ja.
aber ich habe filme ganz gerne, in denen ich beweggründe und motive näher erklärt bekomme. oder will Coppola uns einfach nur zeigen, daß wir alle nur ein winziges schrittchen vom abnormalen, vom verrücktwerden, vom suizid entfernt sind (wie schon im prolog oder epilog von “Girl, interrupted” so fein beobachtet?
in kurzfassung: erst bringt sich die jüngste der töchter um, gegen ende des sommers die verbliebenen vier. und die mutter – die sie in ihrem religiösen, verspießerten und lebensverachtenden wahn einsperrte – faselt in ihrem unverständnis noch immer von der vielen liebe, die in ihrem hause gewesen sei… erzählt wird die geschichte von den jungs, die sich damals in die mädels verliebten und sich seit dem mit dem rätsel ihres freitodes herumschlagen.
was mich wirklich fasziniert an dem film sind die kurzen einspielungen des mannes, damals jungen, der mit Lux liebe gemacht hat (woraufhin sich die abschottung der mädchen drastisch zuspitzte!) und der heute offensichtlich in einer anstalt sitzt – klar wird das nicht, das gespräch mit ihm wird durch eine betreuungsperson abgebrochen, die ihn zu einer “gruppe” holt. er hat sie verführt, sie ließ das gerne mit sich geschehen und er hat sie alleine im feuchten gras liegen lassen. er sagt etwas in der art, als sei sie seine große liebe gewesen, “nur wenige menschen erleben solche momente” und er habe das nur einmal in eben jener nacht erlebt. er hat sie danach nie wieder gesehen… ist er darüber ver-rückt geworden? waren das die ersten anzeichen einer borderlinestörung? haben ihn schuldgefühle in die psychatrie geführt? und warum – oder fragen sowas nur mädchen? – hat er sich nie wieder bei ihr gemeldet? (auch wenn das schwer war: die anderen jungs haben es geschafft, kontakt zu den töchtern aufzunehmen!)
und dennoch: “aber in dieser nacht war es anders…” da erkenne ich etwas, das ich selbst nicht zu beschreiben vermag. es hallt etwas in mir nach von diesem film und das ist nicht nur das verständnis einer depressiven für den freitod von 5 jungen mädchen…